Marvel Cinematic Universe

Die ultimative Übersicht zu den Avengers-Filmen

Die Science-Fiction-Blockbuster rund um Marvel’s Avengers zählen inzwischen über 2500 Spielfilmminuten. Seit 2008 erscheinen immer mehr Protagonisten auf der großen Leinwand und flechten sich in die komplexer werdende Handlung ein.

Zeit für eine Zusammenfassung, dachten sich mein Lieblingsmensch und ich vor einigen Monaten. Wir fühlten uns nämlich so langsam wie in einer Oper, bei der man nur noch den Durchblick hat, wenn man zuvor ein Programmheftchen für einen Euro gekauft hat. Und so haben wir im letzten halben Jahr durchschnittlich einen Avengers-Film pro Woche geschaut und parallel dazu eine gigantonomische Tabelle geführt.

Wieso und weshalb?

  • Es ist mühsam, vor jedem Film googlen zu müssen, welcher Teil nun als nächstes dran ist – entsprechend der Reihenfolge des Erscheinungstermins (also nicht chronologisch o.Ä.).
  • Die Wikipedia-Artikel sind zu ausführlich, um sich mal eben kurz das Gedächtnis aufzufrischen.
  • Ziel unserer Tabelle war eine übersichtliche Zusammenfassung der essentiellen Schlüsselereignisse und relevanten Charaktere.

Die Essenz der Tabelle habe ich in diesem klitzekleinen Blogbeitrag aufbereitet. Unser Vorhaben, die Zusammenfassungen auf einige wenige Sätze zu beschränken, erwies sich schon schnell als aussichtslos. Ich hoffe dennoch, dass euch diese Übersicht genauso nützlich ist wie uns. Und natürlich freue ich mich über Anmerkungen, Anregungen, Verbesserungsvorschläge und sonstige Kommentare!

Speedy Pi

Ich fahre nicht gerne Auto. Autos sind laut, machen Dreck, nehmen Platz weg und sind blöd zu mir, wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin.

Bisher ging das auch alles soweit ganz gut ohne Auto. In Kaiserslautern kann ich meine üblichen Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad meistern. Und an meinen vorherigen Wohnorten konnte man sich darüber hinaus auf einen gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr verlassen.

In Mainz war es tatsächlich so, dass es hipp war, bewusst kein eigenes Auto zu haben. Ein Statement zu setzen! Dort gibt es so coole Aktionen wie den PARK(ing) Day, bei dem für einen Tag lang Parkplätze in der Innenstadt mit Rollrasen und Campingstühlen okkupiert werden, um aufzuzeigen, wie sich ein Stadtbild mit mehr Natur und weniger Autos zum Positiven wenden kann.

In Kaiserslautern dagegen ernte ich seit Jahren ungläubige Blicke, wenn zur Sprache kommt, dass ich kein Auto besitze. Das liegt wohl auch daran, dass es zunehmend kompliziert wird, wenn man die üblichen Fußwege verlässt. In meiner alten Wohnung, direkt im »Centrum« der Stadt, gab es für diese Situationen einen guten Hack: Direkt ums Eck gab es Autos von Stadtmobil, dem hiesigen Carsharing-Anbieter. Mit etwas Glück konnte man dort auf Wunsch einen smoothen Ford Focus, einen soweit akzeptablen Ford Fiesta oder einen sehr klapprigen, aber durchaus geräumigen Renault Kangoo ergattern und die Nutzungsdauer halbstündlich abrechnen lassen.

Soweit die Lage bis vor einem Jahr. Denn in der Gegend unserer neuen Wohnung gibt es weit und breit keine Stadtmobil-Wagen. Dafür gibt es mehr Regen. Jedenfalls fühlt es sich so an, denn oft genug bin ich – die inzwischen weiteren Strecken – im Regen heimgeradelt oder habe auf Kosten der Pünktlichkeit kurzfristig auf Laufen umgeschwenkt. Darüber hinaus nahmen meine Termine jenseits der Innenstadt zu und generell wurde alles kompliziert und frustrierend. Es fiel mir daher immer leichter, mich so langsam vom hippen Gedanken einer autofreien Zeit zu verabschieden und anzufangen mich auf eine Zeit mobiler Flexibilität zu freuen.

Die Autosuche konnte beginnen! Eines vorweg: Ich bin inzwischen stolzer Besitzer des schönsten und coolsten und tollsten Autos überhaupt …! Wie absurd für die Lautrer aber offenbar ein Mitbürger ohne Auto ist, wurde mir erst klar, als ich versuchte ohne Auto zur städtischen KFZ-Zulassungsstelle zu gelangen. Zu dieser Geschichte werde ich vielleicht irgendwann mal einen gesonderten Blogbeitrag verfassen.

Adoptiert habe ich meinen Wagen letztlich in einem Autohaus in Hessen, denn hier gab es irgendwie keine freundlichen Autohändler – ein Kapitel für sich. Unsere erste gemeinsame Fahrt zog sich also gleich über 100 km und ehrlich gesagt war es die reinste Horrorfahrt: Dunkel. Nass. Viele Spuren. Viele Autos. Fremde Strecke. Fremdes Auto. Und naja, wie gesagt fahre ich schon bei Sonnenschein ungern Auto.

Inzwischen haben wir uns ein bisschen eingefahren und aneinander gewöhnt. Wir ziehen mittlerweile gekonnt Parkscheine via Handy-Parking-Apps und finden das ein oder andere Ziel mehr oder weniger souverän auch ohne Navi. Der Berganfahrassistent ist ein Traum, solange man zeitgleich beim Beschleunigen nicht im Rückwärtsgang ist. Ich habe immer noch den Eindruck, dass ich dank der getönten Scheiben bei Nacht hintenraus einfach mal gar nichts sehe. Zum Trost dafür mache ich dann meine obercoole rote Innenbeleuchtung an und freue mich daran.

Mein Auto ist nämlich ein super cooler Seat Leon FR. Das FR steht für »Formula Racing« und jetzt flitzen wir gemeinsam über die Landstraßen. Als Aufpasser baumelt ein kleiner Totoro aus Plüsch am Rückspiegel. Ich fahre nämlich auch nicht gerne alleine Auto.

Werthern, Gilead und die Glasmenagerie

Seit ich in Kaiserslautern wohne habe ich erfreulicherweise wieder einen regelmäßigen Draht zu einer Freundin aus der Schule. Lieschen1 und ich teilten in der Oberstufe in einigen Kursen Freud und Leid. Insbesondere der gemeinsame Englisch-LK hat uns nachhaltig geprägt, sodass wir noch heute – mehr als zehn Jahre später – mit einem gequälten Lächeln Insider-Floskeln in Gespräche einfließen lassen.

Aktuell haben wir offenbar den Impuls, uns besonders kulturell interessiert zu zeigen, jedenfalls haben wir im Herbst 2018 zur neuen Spielzeit im Heftchen des Kaiserslauterer Pfalztheaters bekannte Stücke entdeckt und beschlossen, wieder einmal einen Fuß über die Türschwelle des Theaters zu setzen. Nun ja.

Lautrer Schwellenhüter

Erinnert ihr euch an meine verzweifelten Versuche, beim Pfalzbau in Ludwigshafen online Theaterkarten zu kaufen …? Wie soll ich sagen: Das Kaiserslauterer Pfalztheater möchte damit offenbar in Konkurrenz treten. Der Kartenvorverkauf des hiesigen Theaters beginnt zwei Monate im Voraus. Wir hatten uns zwei Stücke herausgesucht und bei sämtlichen Terminen direkt am Tag des Vorverkaufs angerufen. Auf der Website gibt es auch einen Knopf zum Onlinekauf, aber der erscheint nur manchmal, nur auf manchen Seiten und alles ist sehr, sehr seltsam. Doch auch die Telefonate erwiesen sich als höchst erfolglos. Denn die meisten Termine waren generell für Schulklassen geblockt oder mysteriöserweise direkt ausverkauft. Nach ein paar Wochen großer Frustration hatten wir den Eindruck, dass das Theater gar nicht möchte, dass wir kommen. Glücklicherweise haben wir nicht aufgegeben und letztlich Karten für 2019 ergattert.

Die Leiden des jungen Werther

Anfang Januar war es soweit: Werther! Ich liebe Werther. In der Schule war ich mit meiner Zuneigung zu der autobiografisch angelegten Figur des Herrn von und zu Goethe relativ alleine. Die Bühnenadaption sollte auf der Werkstattbühne aufgeführt werden, also alles etwas kleiner, familiärer und experimenteller als im Großen Haus. Und geheimnisvoller. Leider gibt es online nirgends eine Angabe zum Einlass. Nachdem Lieschen und ich vergeblich recherchiert hatten, wurden wir an der Theaterkasse aufgeklärt: 60 Minuten vor Beginn ist Einlass.

Etwas mehr als eine Stunde vor Beginn standen wir also motiviert auf dem etwas versteckten Eingang der Werkstattbühne – wir wollten ja einen guten Platz ergattern, denn feste Sitzplätze gibt es hier nicht. Leider war das Gebäude verschlossen und außer uns weit und breit keine Theaterbesucher in Sicht. Der Spaziergang zum Großen Haus bestätigte die 60 Minuten, sodass wir uns die Zeit bis zum Einlass noch mit dem Versuch vertrödelten, nicht zu erfrieren. Um 17.30 Uhr endlich die Erlösung: Das Gebäude wird aufgeschlossen. Wir sind etwas irritiert, denn außer uns und dem Garderobendienst (der darüber diskutiert, wer von beiden wohl weniger Lust auf Arbeit hat) ist immer noch keine Menschenseele in Sicht und der Saal ist geschlossen. Der geübte Theatergänger scheint das zu wissen, denn wenige Minuten vor Saalöffnung (30 Minuten vor Beginn!) füllt sich das kleine Foyer plötzlich.

Werther. Drei Schauspieler, die in der Inszenierung die Handlung transportieren. Im Nachhinein frage ich mich, ob man die Charaktere überhaupt versteht, wenn man den Briefroman nicht selbst gelesen hat.

Es ist wie bei einem Lieblingsessen, bei dem eine Zutat ausgetauscht wurde; beziehungsweise drei. Albert war mir ja schon immer unsympathisch, aber plötzlich denke ich mir hinsichtlich meines Lieblingsprotagonisten: »Du meine Güte, nun erteilt ihm doch bitte endlich Hausverbot.« Werther ist ein Psychopath. Seine Leidenschaft ist manisch. Er ist nicht liebenswert. Er ist nicht verliebt. Er ist creepy. Er ist ein Stalker. Und das liegt nicht nur an ihm, denn auch Lotte trägt ihren Teil dazu bei. Sobald Albert aufkreuzt, lässt sie Werther wie eine heiße Kartoffel fallen, schließt ihn aus und ist regelrecht genervt von seinen Avancen.

Wir verlassen das Theater wieder und ich bin super frustriert ob der unsympathischen Charaktere. Lieschen findet: Sie habe noch kein Theaterstück gesehen, bei dem ihr die Protagonisten sympathisch erschienen seien. Hoppla. Wieso ist das so? Weil sie toben und schreien? Weil sie zugespitzt werden auf ihre Extremen? Sind wir durch Filme und Serien mit subtiler Gestik und erklärenden Rückblenden verwöhnt?

Was ich im Kino außerdem schätze: Sehr selten verspürt im Film jemand den Drang, mit dem Publikum zu interagieren und somit die vierte Wand zu durchbrechen. Werther inmitten des Stücks zu Theaterbesuchern in der letzten Reihe: »So weit hinten diesmal, was? Da müssen Sie nächstes Mal eine halbe Stunde früher kommen, dann können Sie auch vorne sitzen.«

The Handmaid’s Tale

Bis zum nächsten Theaterstück werden noch ein paar Wochen ins Land ziehen, aber inzwischen gibt es die zweite Staffel von Handmaid’s Tale auf Amazon Video. Durch den dystopischen Roman von Margaret Atwood habe ich mich in der Oberstufe regelrecht quälen müssen. Trotzdem haben Lieschen und ich uns an die Serienverfilmung gewagt. Ich merke, dass ich von diesem schrecklichen Buch schon richtig viel verdrängt habe – jedenfalls antworte ich auf sämtliche Anmerkungen, Rückfragen und Buchvergleiche von Lieschen mit: »Ähhh … keine Ahnung!« Ich weiß auch gar nicht so genau, wieso wir uns das jetzt noch einmal antun. Aber irgendwie fesselt die Serie. Man fiebert mit. Man ist entsetzt. Man ist enttäuscht. Man hofft. Und irgendwie fängt man an, politischer zu denken. Und jetzt warten wir mit mulmigem Gefühl auf Staffel drei.

Die Glasmenagerie

Tennessee Williams! Im Februar ist es soweit und die Glasmenagerie im Pfalztheater steht an. Ich freue mich schon, denn ich mochte das Theaterstück in Schriftform sehr gerne. Trotzdem weiß ich nicht mehr allzu viel. Lieschen und ich lesen sicherheitshalber vorab eine Zusammenfassung  und fühlen uns gewappnet.

Als echte Werkstattbühnen-Kenner schlendern wir pünktlich zur Saalöffnung (nicht etwa zur Gebäudeöffnung) in das Foyer. Die anschließende Platzsuche erfolgt einem komplizierten Algorithmus, der sicherstellen soll, dass wir diesmal nicht in die Handlung einbezogen werden. Das Stück beginnt – diesmal müssen wir kein »Zählens« mit Lotte spielen. Die vier wunderbaren Schauspieler nehmen uns mit in die Welt der Familie Wingfield. Natürlich mit vielen Live-Videoprojektionen, das scheint inzwischen zum guten Ton dazuzugehören. Und das Stück endet – ganz ohne Publikumsinteraktion. Lieschen und ich nicken uns zufrieden zu. Ich kann diesmal nicht meckern. Auch wenn ich heilfroh bin, nicht im Haushalt Wingfield zu leben, so fangen die Schauspieler doch sehr treffend die Charaktere des Stücks ein und transportieren ihre Lebens- und Leidensgeschichte.

Habe ich es mir zu leicht gemacht? Etwa meine Erwartungen heruntergeschraubt oder das Theaterstück einfach nicht mehr so deutlich vor Augen gehabt wie die Handlung meines lieben Werthers?

Was das betrifft: Mein Lieblingsmensch und ich haben gestern den Keller ausgemistet. Dabei habe ich mich dazu durchgerungen, meine Ordner aus der Oberstufe zu entsorgen. Fast alle jedenfalls. Einer der Englisch-Ordner liegt jetzt auf meinem Schreibtisch. Darin ist nämlich ein Theaterstück abgedruckt, das ich nochmal lesen muss.

  1. Vorname aufgrund einer hochgradigen Allergie gegen digitale Daten entfremdet. Echter Name der Redaktion bekannt.

Alltagsblüten (6)

Niels und Isa gucken zu Pi und tuscheln.
Pi: (kritisch): Was?
Niels: Du hast einen Eulen-Schal!
Pi: Ja …?
Niels: Wir mögen Eulen.


Pi: Mein neues MacBook heißt Festus! Benannt nach Leos Drache.
Marco: Äh?
Pi: Der Metall-Drache aus der Hephaistos-Hütte! Am Bug der Argo II!!
Marco: Ich verstehe kein Wort von dem, was du sagst!!


Marco, am Klavier, ein neues Disneylied übend.
Marco: (murmelt vor sich hin) Was? … Ist das dein Ernst, Alan Menken?


Beim Umzug.
Dennis: Die erste Wohnung war anstrengend, aber bei der zweiten Wohnung ging es ganz schnell. Alle Kartons waren schon runtergetragen!
Ramona: (leicht gereizt) Was meinst du denn, wie die da runtergekommen sind …?


Christina: Ich hatte heute was Kurioses. Ich war beim Arzt und die Arzthelferin meinte ich müsse noch die Datenschutzerklärung unterschreiben. Dann hielt sie mir meine Patientenakte vor die Nase, auf dem handschriftlich einfach »DSGVO« stand und meinte, ich solle rechts daneben unterschreiben.


DHL-Mensch gibt Pi im Büro ein Paket ab. Guckt auf den Nachnamen.
Paketbote: Haben Sie mal in der Riwastraße gewohnt?
Pi: Ähhh ja, bis kürzlich.
Paketbote: Ja, gell? Ich habe da manchmal Nachsendeaufträge. Ihre Nachmieter bestellen so viel!! Ich muss immer ganz hoch laufen!


Marco: (verratzt) Ich stehe jetzt auf. Und dann esse ich was. Und dann .. habe ich was gegessen.