Vom Blutspenden

Wie angekündigt ging ich heute also wieder mit Fräulein P. zur Transfusionszentrale. Nachdem wir im Voraus beide telefonisch und postalisch zum erneuten Spenden gebeten wurden, machten wir uns auf die verheerendsten Zustände gefasst.
Mit drei Stunden Wartezeit traf das wohl in gewisser Weise auch zu; anders als beim letzten Mal verlief die Prozedur an sich jedoch reichlich unspektakulär.

Etwa sieben Minuten hätten wir wohl einsparen können, wenn wir uns vornherein immer in die richtige Warteschlange eingereiht hätten. Damit wir beim nächsten Mal nicht nur »Vollblut« und »Dauerspender« sind, sondern uns auch sehr souverän anstellen können, hier eine kleine Hilfestellung zum Blutspenden in den Unikliniken in Mainz:

  1. Vor dem Blutspenden:
    Viel, viel trinken; keine fettreichen Mahlzeiten; samstags Zeit mitbringen
  2. Vor Ort: Aufklebe-Zettel an Anmeldung holen (Perser bereithalten)
  3. An Tischchen rechts beim Warteraum einen weißen Doppelbogen und Kugelschreiber nehmen (Mantel in Garderobe ablegen, später hat man keine Hand frei zum Halten)
  4. Nur den weißen Doppelbogen ausfüllen; Aufkleber nicht
  5. In Warteschlage für Arzt anstellen
  6. Nach Arzt im Warteraum zur Arzthilfe, die ins Ohr sticht und Eisengehalt misst
  7. Wenn die Eisenwerte stimmen, für das tatsächliche Spenden anstellen (rechter/linker Arm)
  8. Bei der Blutspende die ganzen Zettel abgeben; dafür gibt’s eine Quittung
  9. (Wann man eine Faust machen muss und wann nicht, ist mir noch nicht klar; hängt das davon ab wie gut das Blut fließt?)
  10. Danach: 5 Minuten lang flächig auf das Pflaster drücken (nicht zu fest) und nicht loslassen! – auch nicht zum Tasche aufheben oder Jacke packen! Sonst: siehe letztes Mal
  11. 30 Minuten im Warteraum abwarten, wie es dem Kreislauf geht
  12. Quittung einlösen
  13. Gehen.
  14. Im Nachhinein: Kein Sport, nichts Schweres tragen.

Nach viel, viel Trinken und teilweise lange, lange Warten ergibt sich das Problem der WC-Suche. Aber auch die muss kein Abenteuer werden, denn heute haben wir eine Abkürzung entdeckt:

  1. Schlüssel an Anmeldung oder Kasse holen
  2. Durch Tür gegenüber der Anmeldung gehen
  3. Links nach dem 1. Gang (bereits im Sichtfeld) sind die Toiletten ausgeschildert :D

Thank you for traveling with Deutsche Bahn.

Die Sache mit der Transfusionszentrale

Achtung: der folgende Blogpost enthält blutige Inhalte.
Oder in Prof. M.s Worten: Die mit den zarten Gemütern müssen jetzt wegschauen.

Wie hier bereits angedeutet, bin ich heute also unter die Blutspender gegangen. Und wie sich das gehört, haben Fräulein P. und ich direkt die volle Aufmerksamkeit sämtlicher Verantwortlichen eingefordert.

Wir haben diesen knappen halben Liter weniger ja schon vertragen. So gut sogar, dass mein Körper selbst im Aufenthaltsraum danach gerne noch mehr geben wollte. Das lief darauf hinaus, dass meine beiden Unterarme plötzlich komplett mit Blut verschmiert sind und ich leise ein »Hilfe« flüstere während ich versuche den Fluss zu hemmen.
Fräulein P. kann es dann wohl nicht ertragen, dass mir in Windeseile eine Arzthelferin zur Seite eilt und sich um mich kümmert. Also murmelt sie bereits halb abwesend »Mir wird gerade so schwindelig« und verliert ihr Bewusstsein. Wuuuusch. Arzthelferinnen eilen zu Hilfe, der Arzt wird gerufen, Blutdruckgerät angeschlossen und ein Liegestuhl herangeschafft.

Unsichere Blicke zwischen den Neuspendern (ich hänge noch über dem Waschbecken und versuche mir das Blut von den Armen zu waschen), besorgte Blicke der Verantwortlichen und ein breites Grinsen auf dem Gesicht Fräulein K.s, welche wir als Neuspenderin mitgenommen hatten. Was ein Glück – sie durfte uns beide dann nämlich mit Cola versorgen, während wir unsere Ruhephase absaßen.

Was ein Spektakel. Fortsetzung ab dem 15. Juli #cheers

Pi’scher Altruismus

Gerade eben war ich zum ersten Mal in der Transfusionszentrale des Universitätsklinikums. Ich bin jetzt nämlich »Neuspender«, so steht’s auf meinem Informationsblatt. Wenn innerhalb der nächsten zwei Wochen keine furchtbaren Krankheiten festgestellt werden, bin ich in Zukunft also sozial engagiert.